Tag 11 - Schwebezustand zwischen zwei Welten

TAG 11 von 365 – Schwebezustand zwischen zwei Welten

An manchen Tagen – so wie heute – frage ich mich ob der Blog mit der Zeit leichter wird. Ob die Zweifel irgendwann nachlassen oder ob ich jeden Tag diese Stimme im Kopf habe, die sich fragt ob ich heute wieder Inspiration erhalte. Und auch das Ego schaltet sich gerade wieder ein und will mich mit aller Macht an der Veränderung in meinem Leben hindern.

Natürlich gibt es auch einige Tage, an denen ich voller Motivation bin und es mir ganz leicht fällt den Beitrag zu schreiben. Doch diese Tage wechseln sich regelmäßig ab, mit den Tagen an denen ich zweifle. Heute ist ein Tag an dem ich mich wieder daran erinnern darf, weshalb ich mit diesem Projekt angefangen habe. Weshalb ich den 365-Tage-Blog ins Leben gerufen habe.

Um mich mit meinen Gefühlen auseinanderzusetzen, sie zu spüren und ihnen Ausdruck zu verleihen. Um über meine Grenzen hinauszuwachsen und mir dadurch zu beweisen, dass ich alles schaffen kann. Und um meine Kreativität zu trainieren und sie auszudrücken.

das wartezimmer des lebens

Deshalb werde ich genau das jetzt wieder tun. Meine heutige Gefühlslage ist schwierig zu beschreiben. Ich fühle mich wie in einer Art Schwebezustand zwischen zwei Welten. Als ob ich dabei bin die eine Welt hinter mir zu lassen und im Wartezimmer für mein neues Leben bin. So als ob ich gerade einfach nichts tun kann um den Prozess zu beschleunigen und es für mich nichts zu tun gibt als zur Ruhe zu kommen, mir Gutes zu tun und den heutigen Tag dafür zu nutzen um in mich zu gehen. Deshalb werde ich nun noch in den Wald gehen, mich in meine Hängematte legen, meditieren und Energie tanken. Und natürlich mein Tagebuch mitnehmen.

Weshalb ich mich wie zwischen zwei Welten fühle? Das liegt daran, dass morgen mein letzter Arbeitstag ist und sich bei mir im letzten Jahr so extrem viel verändert hat. Mit jedem Tag lasse ich meine Muster und Gewohnheiten mehr und mehr hinter mir, welche mir nicht mehr dienlich sind. So viele Situationen, in denen ich meine Grenzen erweitert habe und so viele inspirierende Menschen, die ich in den letzten Monaten kennenlernen durfte. All die Geschichten, welche mich lange Zeit blockiert haben, lösen sich jetzt von mir und ich mich von ihnen.

Mit so vielen kollektiven Schmerzkörpern und Glaubenssätzen, war ich jahrelang verbunden und bin in einem Kreislauf der immergleichen Muster festgesteckt. Es gab schmerzhafte Erfahrungen, die ich hunderte Male machen musste, bis ich endlich daraus gelernt habe. Und jetzt? Die letzten Monate wurde so viel in Gang gesetzt und so viel hat sich in meinem Leben verändert, dass es mir so vorkommt, als ob die Zeit nur so dahinfliegt.

der größte schritt in mein neues leben

Die Kündigung in meiner momentanen Arbeitsstelle war der größte Schritt überhaupt für mich. Und doch war er absolut notwendig, denn es ist weit mehr als nur die dazu gewonnene Zeit, welche ich jetzt für meine Herzensprojekte nutzen kann. Diese Kündigung war auch ein Signal an das Universum, dass ich voll und ganz vertraue, auf alles was kommen wird. Ein Signal, dass ich mir keine Hintertür mehr offen lasse, sondern mich zu einhundert Prozent zu meinem neuen Leben bekenne und alles dafür investiere, was nötig ist.

In den letzten Tagen und Wochen, hatte ich jeden Tag extrem viel neue Ideen und bin meistens von früh morgens bis spät abends am Laptop gesessen. Allerdings war es auch nicht so, dass ich mich dazu zwingen musste, sondern ich war dabei immer voll motiviert. Ich wusste das jeden Tag etwas voran geht und ich etwas Neues erschaffen kann.

Und jetzt wo meine Website endlich Gestalt angenommen hat, ich bei meinem Blog schon eine gewisse Routine habe und diese Woche noch einen Arbeitstag und danach zwei Tage frei habe, ehe es für mich nach Südtirol geht, fühlt es sich gerade kurzzeitig so an als würde das Ganze stocken. Doch stocken ist eigentlich der falsche Begriff dafür. Denn ich weiß, dass sich auch an einem Tag wie heute wahnsinnig viel tut und so eine kleine Auszeit ebenfalls wichtig ist um mit neuer Energie und Kreativität weitermachen zu können. Gerade solche Tage an denen ich mir nur Zeit zum Meditieren und erholen nehme, sind jene Tage an denen ich wieder unglaublich viel frische Inspiration erhalte.

neukalibrierung meines systems

Meiner Ansicht nach trifft auf den Zustand, welchen ich gerade erlebe, also tatsächlich am besten die Metapher eines Warteraums zu. Ein schöner Warteraum, in dem man sich geborgen und aufgehoben fühlt. Ein Warteraum, der mir die Gelegenheit bietet um in mich zu gehen und mein Herz zu fragen. Als würde ich kurz anhalten, mein inneres Navigationssystem neu kalibrieren und darauf warten wie es weiter geht. Welche Impulse ich als nächstes erhalte. Und dabei bin ich ganz ohne Druck und ohne Erwartung. Ein Gefühl der Ruhe macht sich in mir breit. Mir ist gewiss, dass mir nichts davon läuft und ich mir alle Zeit nehmen darf, die ich brauche.

In diesem Warteraum kann ich die Seele baumeln lassen. Nach einem turbulenten Jahr ist das für mich der Kurzurlaub, in dem ich meine Akkus wieder aufladen kann. Da kommt es gerade passend, dass diese Phase auch kurz vor meiner wirklichen Reise ist. Dieser Trip in die Berge stellt für mich so viel mehr dar, als nur eine Reise. Den Mut zu Vertrauen, die Freude an Veränderung, das sprengen meiner Grenzen, Hingabe und Disziplin und noch so viel mehr an Eigenschaften und Werten, die ich im letzten Jahr aktivieren und erweitern konnte.

übergangsphase zwischen vergangenheit & zukunft

Vor allem aber symbolisiert die Reise für mich den Übergang von meiner Vergangenheit in meine neue Zukunft. Ich schließe vollkommenen Frieden mit Allem was war und ist und lasse meine Vergangenheit zugleich los. Der Übergang zwischen diesen beiden Welten ist für mich passenderweise wie ein Berg. Ich starte morgen am Tag meiner Kündigung im Tal und komme nach der Wanderung auf der anderen Seite des Berges an, wo eine neue Realität auf mich wartet. Eine Realität, die ich jeden Tag mitgestalten und verändern kann.

Mich überkommt gerade eine unglaubliche Dankbarkeit gegenüber allem was ich erleben durfte und noch erleben darf. Eine Dankbarkeit dem Universum und dem Leben gegenüber, welches mir geschenkt wurde. Und zugleich bin ich von einer tiefen Ruhe und Stille erfüllt. Doch es ist keine unangenehme Stille, in der ich ungeduldig darauf warte, dass etwas vorangeht. Es ist eine sanfte und mich umhüllende Stille, die mich sicher und geborgen fühlen lässt.

Stille & geborgenheit

Eine Stille die zu mir spricht und mir sagt:

„Es gibt für dich gerade nichts zu tun, als in dich zu gehen und die Ruhe zu genießen. Jede Anstrengung loszulassen und dich vollkommen zu erholen. Du wirst immer beschützt und geliebt, das Universum und die geistige Welt sind jederzeit für dich da. Du hast jederzeit alles was du brauchst und brauchst dich um nichts kümmern.“ In diesem Augenblick fühlt es sich für mich so an, als ob die Illusion der Zeit sich aufgelöst hat und ich den gesamten Zusammenhang verstehen kann. Absolute Klarheit, wie alles was ich bisher erlebt habe mich an genau diesen Punkt gebracht hat und wie sich die universellen Veränderungen in diesem Zeitalter auf uns auswirken. Eins-Sein mit dem Universum – das ist der Zustand, welcher es für mich am besten beschreibt.

ich freue mich von dir zu hören

Wie fühlst Du dich heute und was beschäftigt dich? Hat sich bei dir im letzten Jahr auch so viel getan? Hast du auch ein verändertes Zeitgefühl? Ich freue mich über einen Einblick in deine Gefühlswelt und dein Leben.

Dank für dein Sein ❤

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