Tag 13 - Verletzlichkeit & Tränen der Heilung

TAG 13 von 365 – Verletzlichkeit & Heilsame Tränen

Weshalb Verletzlichkeit ein Zeichen von Stärke ist

Tränen sind etwas Wunderschönes und eine Quelle der Heilung. Und doch fällt es uns oft so schwer sie zuzulassen. Denn es ist immer noch der weit verbreitete Glaubenssatz in unserer Gesellschaft verankert, dass Tränen als ein Zeichen der Schwäche gelten.

glaubenssätze zu verletzlichkeit

Wenn man in der Öffentlichkeit weint, dann schauen die meisten Menschen weg und fühlen sich unwohl. So als ob Tränen etwas Negatives wären, mit dem sie nichts zu tun haben wollen. Gerade bei Männern ist dieser Glaube und das Zurückhalten der Tränen deutlich stärker verbreitet als bei Frauen. Denn es gibt nun mal immer noch Vorurteile, welche sich über tausende von Jahren hinweg in der Gesellschaft manifestiert haben.

Und eines davon ist, dass Frauen die sanften und zarten Geschöpfe sind und es Ihnen deshalb auch erlaubt ist Gefühle zuzulassen, im Gegensatz zu den Männern, die sich stark und tapfer zeigen müssen. Damals sind diese Glaubenssätze aus verschiedenen Gründen entstanden. Die Männer mussten lange Zeit tatsächlich noch auf die Jagd gehen oder in die Schlacht ziehen und sich stark zeigen. Diese Zeiten sind längst vorbei, doch bestimmte Muster haben sich eingeprägt und gefestigt.

auch männer haben eine verletzliche seite

Es ist nun eine Zeit angebrochen, in der auch Männer sich wieder von Ihrer verletzlichen Seite zeigen dürfen, die in jedem von uns ist. Auch wenn wir es oft nicht zugeben würden und uns sogar dafür schämen, vor anderen Gefühle zu zeigen, ist diese sanfte und verletzliche Seite genauso ein Teil von uns. Traurige Filme können auch bei uns Tränen und Emotionen auslösen.

Bei manchen Filmen habe ich fast durchgehend geweint, weil sie mich bewegen und Gefühle in auslösen. Gefühle der Trauer, der Freude, der Liebe, der Dankbarkeit. Tränen, die nicht geflossen sind, weil ich schwach und kein richtiger Mann bin. Ganz im Gegenteil – Tränen, das Zulassen von Verletzlichkeit und das ausdrücken der sanften Seite, sind Eigenschaften der Stärke.

Verletzlichkeit zu aktivieren und zuzulassen ist ein großer Schritt in die Freiheit. Ein Schritt, der ganz bestimmt kein einfacher ist. Das durfte ich selber erfahren, als ich diesen Prozess in Gang gesetzt und mich dafür entschieden habe. Wir wollen nicht, dass die Menschen, die uns am Herzen liegen, diese vermeintlich schwache Seite von uns sehen. Damit verleugnen wir jedoch einen Teil von uns. Gegenüber uns selbst und unseren Mitmenschen. Wir verleugnen einen Teil, welcher ein Bestandteil unserer Vollkommenheit ist.

die männliche und weibliche seite – in jedem von uns

Oftmals denken wir, dass Frauen nur weibliche Aspekte mitbringen und Männer nur die männlichen Eigenschaften. Doch dem ist absolut nicht so. Jede Frau hat eine männliche Seite und jeder Mann hat auch eine weibliche Seite. Yin und Yang. Das eine existiert nicht ohne das andere. Und wenn wir uns in unserer Vollkommenheit annehmen und erfahren wollen, dann ist es essenziell, dass wir beide Seiten anerkennen und ausleben.

Für Frauen bedeutet es neben ihrer zärtlichen und behütenden Seite, auch ihre kraftvolle Seite zu leben. Männer hingegen müssen nicht nur stark und mutig sein, sondern dürfen sanft, zärtlich und liebevoll sein. Dürfen Tränen fließen lassen und über ihre Ängste sprechen.

die heilkraft der tränen

Die Heilkraft der Tränen ist unendlich groß. Sie kann uns von Schmerz befreien und unsere Seele reinigen. Es ist als ob wir jahrelang unterdrückte Emotionen einfach abfließen lassen und aus ihrem Käfig befreien. Tränen öffnen Portale zu unserer Seele und zu unserer verletzlichen Seite. Sie ermöglichen es, dass wir die verschlossenen Wunden in unserer Seele öffnen. Wunden, die lange Zeit nichts anderes als Dunkelheit gesehen haben, da wir sie so sehr zugemauert haben, dass wir die Verletzungen nicht mehr spüren müssen.

Diese Wunden, sind die Tore zu unserer Freiheit. Durch sie kann Licht hindurchscheinen und uns heilen. Licht, welches wir in unserer Umgebung ausstrahlen und auf unsere Mitmenschen übertragen. Schmerzvolle Momente sind der Schlüssel zu unserer Liebe und unserer Schönheit. Doch solange diese Wunden verschlossen sind, kann auch kein Licht hindurchscheinen. Erst, wenn wir diese Verletzlichkeit wieder voll und ganz zulassen, öffnen wir diese Portale.

die wolkendecke & Die sonne

Du kannst dir die Seele in diesem Fall wie eine Wolkendecke und die Sonne vorstellen. Eine Wolkendecke, die absolut dicht und undurchdringlich ist. Die sich vor der Wärme der Sonne verschließt und keinen Lichtstrahl durchlässt. Die somit auch ihre Umwelt und alles was sie umgibt, von der Sonne abschirmt.

Doch irgendwann entsteht ein Loch in dieser Wolkendecke. Ein Loch, dass der Wolkendecke zunächst schmerzt, da sie nun nicht mehr so stabil ist. Doch es ist ein Loch, welches Sonnenstrahlen durchlässt. Und ganz plötzlich treffen diese Strahlen wieder auf die Erde. Zunächst nur an einer kleinen Stelle, doch mit der Zeit wird dieses Loch in der Wolkendecke immer größer. Und es entstehen weitere Löcher, bis die Wolkendecke voll und ganz verschwunden ist und unsere Erde flächendeckend von der Sonne gewärmt wird.

Wir hatten das Gefühl, dass die Sonne davor nicht da war, dass sie uns verlassen hat. Wir konnten sie nicht mehr sehen und nicht mehr spüren. Um uns herum war es kalt und farblos. Doch tief in uns wissen wir, dass die Sonne die ganze Zeit da war. Sie war immer da und wird immer da sein. Auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, dass es nicht so ist.

seelische schutzmauer

Und genauso ist es mit unserer Seele. Die Wolkendecke symbolisiert die Schutzmauer, die wir im Laufe unseres Lebens aufgebaut haben. Diese Mauer war damals absolut berechtigt und hat uns einen Vorteil verschafft. Sie hat uns vor Enttäuschungen und Verletzungen geschützt, die für uns in diesen Momenten einfach zu schmerzhaft waren.

Doch jetzt dürfen diese Schutzmauer ablegen. Wir müssen das nicht auf einmal tun, sondern dürfen dem Prozess Zeit geben. Wenn wir Verletzlichkeit wieder zulassen, dann werden – durch unsere Tränen – Löcher in dieser Mauer entstehen. So wie in der Wolkendecke. Diese Löcher symbolisieren die Wunden unserer Seele.

das licht verlässt uns nie – es ist immer da

Und die durchscheinende Sonne symbolisiert das göttliche Licht, welches in uns ist. Das göttliche Licht, das immer in uns war und immer in uns sein wird. Auch wenn wir manchmal das Gefühl haben von Gott und vom Universum verlassen zu sein, da wir dieses Licht nicht immer sehen und spüren können. Doch unsere Seele hat tief in sich immer die Gewissheit, dass dieses Licht uns niemals verlässt.

Setzen wir diesen Prozess der Verletzlichkeit in Gang, werden sich immer mehr Wunden wieder öffnen. Immer mehr Wunden, durch die das Licht und die Wärme unserer Seele hindurchscheinen kann. Wunden, durch die Heilung geschehen kann und die unsere wahre Schönheit offenbaren. Erst, wenn wir uns selbst heilen und unsere verletzliche Seite teilen, können wir unsere Mitmenschen mit dieser lichtvollen Wärme berühren.

Wie geht es dir damit deine verletzliche Seite zu zeigen? Fühlst du dich dabei noch schwach und schämst du dich? Oder gehst du vollkommen offen mit deinen Gefühlen um?

Ich freue mich von ganzem Herzen von dir zu hören. Danke, dass es dich gibt!

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