Tag 29 - Der Weg ist das Ziel

TAG 29 von 365 – Der Weg ist das Ziel

Auch heute hatte ich beim Gedanken an den Blogbeitrag wieder ein Gefühl der Schwere. Ein Gefühl, dass ich eine Aufgabe erledigen und abhaken muss. Und dies hat mich veranlasst, mir einige Fragen zu stellen: „Weshalb macht mir der Blog im Moment keine Freude mehr? Weshalb fühlt es sich so schwer an? Was hat sich verändert im Vergleich zum Beginn?“

Diese Fragen sind entscheidend für mich, um etwas verändern zu können. Damit die Freude die ich zu Beginn hatte wieder zurück kommt. Entweder an der Art und Weise, wie ich die Blogartikel schreibe oder an meiner Einstellung dazu. Wahrscheinlich ist es eine Mischung von beidem. Einerseits merke ich, dass ich die Blogbeiträge oft gar nicht mehr wirklich für mich schreibe, sondern dass Gefühl habe für die Leser des Blogs schreiben zu müssen. Andererseits überlege ich mir oft schon über was ich schreiben könnte, da ich sonst immer denke, dass mir nichts einfällt. Außerdem kommt noch hinzu, dass ich immer weniger über meine Gefühle schreibe, was ja eigentlich der Anstoss zum Blog war. Denn ursprünglich ist es ja ein Tagebuch für mich, dass ich dann einfach nur auf meinem Blog teile.

Ich werde mich also wieder darauf besinnen, meine Gefühle aufzuschreiben und mich dann inspirieren zu lassen. Komplett ohne vorgefertigtes Thema und Gedanken losschreiben und den Rest einfach auf mich zukommen zu lassen. Für mich schreiben, ohne Druck etwas abliefern zu müssen. Ich weiß, ich wiederhole mich. Über all das habe ich nun schon einige Male geschrieben, doch es ist oft nicht so einfach wie man denkt. Unbewusst weiß ich das alles, doch ich muss mich immer wieder daran erinnern.

welche gefühle kommen zur zeit an die oberfläche

Existenzängste begleiten mich auf Grund meiner Selbstständigkeit zur Zeit jeden Tag. Einerseits bin ich jeden Tag im Vertrauen und weiß, dass das Universum mir immer genau die richtige Situation zum richtigen Zeitpunkt schickt. Dass ich immer alles habe was ich brauche und mir keine Sorgen machen muss. Andererseits schreit mein Ego umso lauter, je bewusster ich bin und je mehr ich mich von alten Mustern und Glaubenssätzen entferne. Das Ego weiß, dass es nicht überleben kann, wenn ich es nicht mehr füttere. Und deshalb drängt es sich mit aller Macht hervor. Schleicht sich jeden Tag in Form von Ängsten, Zweifeln und Gedanken ein, um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Doch das ist in Ordnung. Das einzige was wichtig ist, ist dass ich mir das bewusst machen kann. Dann kann ich mich damit auseinandersetzen und entscheiden wie ich damit umgehe. Wie ich nächstes Mal in bestimmten Situationen reagiere. Das Ego ist nichts Schlimmes, nicht mein Feind. Es ist ein alter Freund von mir, der mich mein ganzes Leben lang begleitet hat. Ein Freund, der weiterhin im Kampf und in der Opferrolle leben möchte. Ein Freund, der nicht in das Leben Vertrauen kann. Unsere Wege trennen sich, wir gehen in unterschiedliche Richtungen. Doch mein Ego möchte nicht alleine gehen. Es versucht mich auf seinen Weg zu ziehen und will, dass ich es begleite. Denn alleine ist es zu schwach dafür.

Doch mit jedem Tag entscheide ich mich neu dafür, dass ich diesen Weg nicht mehr gehen möchte. Die Glaubenssätze und festgefahrenen Verhaltensmuster der Vergangenheit ablege und erkenne, dass ich so viel mehr bin als all das. Ich gehe neue Wege, voller Liebe, Vertrauen, Freiheit, Dankbarkeit, Demut, Offenheit, Hingabe, Disziplin, Freude und Leichtigkeit. Ich möchte loslassen und vertrauen, dass alles gut wird. Dass sich alles fügen wird, auch wenn ich nicht immer weiß wie. Auch und gerade weil ich nicht immer alles planen und kontrollieren kann.

wir müssen nicht jedes detail kennen

Es geht nicht darum, den Weg ans Ziel bis ins kleinste Detail zu kennen. Solange wir unser Ziel kennen reicht es vollkommen aus, jeden Tag Schritt für Schritt zu gehen. Auch wenn das Ziel noch hinter dem nächsten Berg oder hinter hundert Bergen ist und wir es noch lange nicht sehen können. Mit jedem Schritt kommen wir näher und näher. Mit jedem Schritt kommen wir an neue Abzweigungen und Wege. Der Weg wird nicht gerade verlaufen und genau deshalb können wir ihn auch nicht schon vollständig erfassen.

Wenn wir uns vom Universum überraschen lassen, dann werden wir Wege entdecken, von denen wir zuvor niemals geträumt hätten. Wunderschöne Wege, die so viele schöne Momente und Herausforderungen für uns bereit halten, an denen wir wachsen können. Wege die im Zick Zack laufen, von links nach rechts, mal geht es ein Stück zurück und dann wieder vor. Wir überqueren Gipfel und auf einmal bieten sich uns wieder ganz neue und unerwartete Anblicke. Und am Ende führen alle Wege ans Ziel. Manche dauern länger, manche dauern kürzer. Doch es gibt keinen falschen Weg, denn wir gehen immer auf dem Weg, der für unser Leben und unsere Entwicklung optimal ist.

es gibt keine abkürzung

Wir können den Weg auch nicht abkürzen. Um das zu erkennen, habe ich sehr lange gebraucht. Gerade als ich angefangen habe mich mit Spiritualität zu befassen und versucht habe, meine Entwicklung förmlich voranzutreiben und zu beschleunigen, hatte ich oft das Gefühl etwas zu verpassen. Nicht schnell genug zu sein und zu oft die selben Fehler zu machen. Auf meinem Weg immer wieder 10 Schritte zurück und nur 5 Schritte vorwärts zu gehen. Ich wollte gerade durch die Mitte gehen, um schneller ans Ziel zu kommen. All die Abzweigungen auslassen, die in Kurven verlaufen.

Doch dabei habe ich eins nicht bedacht. Durch die Mitte hätte ich das Leben verpasst. Die Erfahrungen verpasst, für die ich auf die Erde gekommen bin. Durch die Mitte wäre ich auf der Autobahn gelaufen. Grau und langweilig, mit dem Strom. Ich hätte keine besonderen Erfahrungen gemacht, nichts was mich geprägt und mir weitergeholfen hätte.

jede seele hat ihr eigenes tempo

So etwas wie schnell und langsam gibt es gar nicht auf unserem Lebensweg. Jeder Mensch geht sein eigenes Tempo. Das Tempo, dass für die Seele optimal ist. Und es ist vollkommen egal, wie lange es aus menschlicher Sicht gesehen dauert. Das Universum kennt keine Zeit und die Wege bleiben bestehen. Es ist wie bei einer Wanderung. Wir können dieselbe Strecke an einem Tag in 6 Stunden laufen oder auf zwei Tage á 3 Stunden aufteilen. So wie es sich für uns am besten anfühlt. Wie wir uns entscheiden hat keine Bedeutung. Der Weg ans Ziel verschwindet nicht einfach. Und wenn es ein heftiges Gewitter gibt und teile des Weges weggeschwemmt werden, dann nehmen wir einfach einen anderen. Es gibt ihn nämlich immer – den anderen Weg.

wir unterschätzen oft, wozu wir in der lage sind

Irgendwann erreichen wir das Ziel und blicken zurück. Wir können es gar nicht glauben wie weit wir gekommen sind. Wie viele Berge und Täler wir durchquert haben. Zu Beginn kam uns der Weg aussichtlos vor, das Ziel unendlich weit entfernt. Wir konnten nur Schritt für Schritt gehen und hatten das Gefühl kaum voranzukommen. Doch erst rückblickend stellen wir fest, zu was wir im Stande sind. Wie viel wir erreichen können, wenn wir jeden Tag ein kleines Stück gehen. Wenn wir jeden Tag im Gegenwärtigen Moment die Grundlage für unsere Zukunft setzen. Denn nichts anderes ist unsere Zukunft – der Baum der aus den Samen gewachsen ist, die wir im Hier und Jetzt in die Erde pflanzen. Das Ergebnis, von unseren Taten und Handlungen.

Und wenn wir das Ziel erreicht haben, dann werden wir merken, dass es absolut nicht notwendig war jeden Schritt des Weges zu kennen. Dass es vollkommen ausreicht das Ziel zu kennen und darauf zu vertrauen, dass wir ankommen. Auch wenn wir keine Ahnung haben wie genau. Vielleicht kommen wir am Ende auch etwas weiter links oder rechts an, vielleicht verändert sich unser Ziel. Weil wir dem Universum die Möglichkeit geben, uns etwas noch Größeres und schöneres zu schenken. Weil wir uns nicht mehr auf ein Ergebnis fixieren und uns damit in unserer Größe und Freiheit eingrenzen.

der weg ist das ziel

Wir werden auch feststellen, dass der Weg das Ziel ist. Das wir unglaublich schöne Erlebnisse hatten und die Reise die wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen für uns bereit gehalten hat. Dass es nicht um das Ankommen geht, sondern um all die Momente dazwischen. Und dass wir nicht einfach aufhören werden, wenn wir am Ziel sind, sondern weitergehen. Neue Berge erklimmen, neue Wege gehen und neue Ziele setzen. Denn das Leben und unsere Entwicklung kennt kein Ende. Der Prozess dauert unser ganzes Leben an und es wird immer Wege geben, die wir noch nicht gegangen sind.

Der einzige Schritt von Bedeutung ist der Erste. Und dann noch einer und noch einer. Jeden Tag, Stück für Stück. In unserem eigenen Tempo. Mein Leben, Dein Leben, Unsere Leben – werden noch so viele Wege und Erfahrungen für uns bereithalten, die wir uns heute noch nicht mal ansatzweise ausmalen können. Die größten Wunder liegen noch vor uns, wenn wir jedem Tag die Möglichkeit geben, der beste unseres Lebens zu werden.

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