Tag 4 - Urvertrauen, Licht & Schatten, Schutz & Kontrolle, Wandel & Veränderung

TAG 4 von 365 – Selbstmisshandlung, Urvertrauen, Schutz & Kontrolle, Licht & Schatten, Wandel & Veränderung

19.06.2018 – Urvertrauen, Licht & schatten, Wandel & Veränderung

Heute fällt es mir schwer, mich von meinen Schmerzen abzulenken und mich zum Schreiben aufzuraffen. Und damit meine ich keinen seelischen, sondern physischen Schmerz. Vielleicht fragst Du dich, welchen physischen Schmerz ich meine? Dazu hole ich kurz aus…

Private einblicke

Nachdem ich die letzten 6 Jahre nicht beim Zahnarzt war, hatte ich für heute einen Termin vereinbart. Warum war ich so lange nicht dort? In erster Linie war es damals einfach meine Jugendphase, in der ich keine Lust hatte und es mir egal war und so hatte ich seit meinem 18. Lebensjahr keinen Vorsorgetermin mehr vereinbart. Mit der Zeit führte das dann zu einem schlechten Gewissen und verschiedenen Ängsten. Der Angst vom Zahnarzt verurteilt zu werden und mir einen Vortrag anhören zu müssen. Der Angst der Wahrheit, dass meine Zähne nicht mehr alle gesund sind, ins Auge zu blicken. Und der Angst vor hohen Zahnarztkosten, welche die Kasse vielleicht nicht mehr übernimmt, da ich ja solange nicht mehr beim Zahnarzt war.

selbstmisshandlung

Vor 3-4 Jahren – mit Anfang 20 – hatte ich eine Phase, in der ich alles andere als achtsam mit meinem Körper umgegangen bin. Mir war also durchaus bewusst, dass meine Zähne in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Acht Jahre Tabakkonsum, sowie 3 Jahre exzessiver Kaffee- und Drogenkonsum und ungesunde Ernährung, haben ihre Spuren hinterlassen.
Nicht zuletzt aufgrund zweier Zähne – bei denen ein Stück abgebrochen ist – war mir das klar. Doch die Ängste haben mich lange Zeit daran gehindert, den längst überfälligen Zahnarzttermin zu vereinbaren.

Urvertrauen

Erst die letzten Wochen, in denen ich eine sehr starke Verbindung zum Kosmos und den Zeichen der Natur aufgebaut habe, schenkten mir den Mut und die Kraft um voll und ganz in das Universum zu Vertrauen. Die Natur hat mich durch Krafttiere darauf aufmerksam gemacht, dass ich mich meinen Herausforderungen stellen und diesen Schritt gehen muss. Und auch das UNKARMA Projekt von Bahar und Jeffrey, lässt mich meine Grenzen immer mehr erweitern und meine Fesseln sprengen.

Und so bin ich sehr erleichtert den Termin heute wahrgenommen zu haben. Ich war bei einem ganzheitlichen Zahnarzt, mit unglaublich freundlichem und verständnisvollem Personal. Es kam mir gar nicht so vor wie ein typischer Zahnarztbesuch. Ich habe mich dort sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt.

physische schmerzen

Nun, nach dem Abklingen der Narkose, ist der Schmerz zu spüren. Heute wurde der beschädigtere der beiden Zähne behandelt und es musste viel gebohrt und auch ein Stück infiziertes Zahnfleisch behandelt werden, bevor der Zahn gefüllt wurde. Der andere Zahn ist zum Glück noch deutlich besser erhalten und wird nächste Woche gefüllt, bevor es für mich nach Südtirol zum Wandern geht.

Ich will mich damit auch keinesfalls beklagen oder jammern. Es gibt sicher deutlich schlimmere Schmerzen und ich habe es erst so weit kommen lassen. Aber ich möchte meinen Gefühlen Ausdruck verleihen. Aus diesem Grund führe ich ja auch diesen Blog. Und der Schmerz ist für mich eben in diesem Moment real und will wahrgenommen werden. Das Schöne daran ist, dass er nachlässt, während ich diese Zeilen verfasse. Ich schreibe mir den Schmerz quasi von der Seele.

Wie du sehen kannst, geht es heute also hauptsächlich um einen tiefen Einblick in mein persönliches Leben. Schon verrückt, dass ich diese Zeilen zu Papier bringe. Ohne mir auch nur einen Gedanken darüber zu machen, was andere davon halten könnten. Noch vor einem Jahr, wäre es für mich unvorstellbar gewesen, so einen persönlichen Einblick in mein Leben zu gewähren und öffentlich zu teilen. Doch eines ist mir mittlerweile bewusst geworden….

loslassen von schutz & kontrolle

Es gibt nichts, was ich schützen muss. Es gibt nichts, was ich kontrollieren muss. Es gibt nichts, was ich beweisen muss. Es gibt nichts, was ich rechtfertigen muss.

Maximilian Petry

Es gibt nichts, was ich schützen muss, denn alles was ist darf sein. Alles was in mir ist, ist universellen Ursprungs. Vor Gott und dem Universum kann und muss nichts versteckt werden.

Es gibt nichts, was ich kontrollieren muss, denn Kontrolle ist das Gegenteil von Liebe. Wenn ich mit dem Fluss des Lebens schwimme, fügt sich alles von alleine und bedarf keiner Kontrolle.

Es gibt nichts, was ich beweisen muss, denn meine Existenz ist Beweis genug. Der Beweis, dass ich wertvoll bin, auch ohne etwas beweisen zu müssen.

Es gibt nichts, was ich rechtfertigen muss, denn meinem Herzen zu folgen ist Rechtfertigung genug.

der prozess des lebens

Wenn man diese Sätze verinnerlicht, wird die Angst vor Ablehnung mit jedem Tag geringer. Es geht dabei nicht darum, sich von allen Ängsten zu befreien und am Ziel anzukommen. Das Leben ist ein immerwährender Entwicklungsprozess und so lange wir auf der Erde wandeln, werden wir niemals ankommen. Es geht einfach nur darum einen Schritt nach dem anderen zu machen und sich auf diesem Weg vom Universum leiten zu lassen. Auf die Zeichen zu achten und mit ganzem Herzen zu Vertrauen. Dann wirst Du all die Wunder entdecken, mit denen dich das Leben beschenkt.

Zum Abschluss möchte ich gerne noch eines festhalten: Das Leben ist ein ständiger Wandel. Ein Auf und Ab. Es verläuft nicht linear und oft stellen sich dir Herausforderungen in den Weg, die es zu meistern gilt. Du hast dir diese Herausforderungen vor deiner Inkarnation ausgesucht, da Du dich durch die Überwindung eben dieser, auf Seelenebene optimal entwickeln kannst.

Licht & Schatten

Dieses Auf und Ab habe ich in den letzten 6 Jahren nur allzu oft auf meinem spirituellen Weg erlebt. Auf meine schlimmsten Lebensphasen, in denen ich mich vollkommen Verlassen gefühlt habe und für mich alles aussichtlos war, folgten spirituelle Einsichten, welche mich extrem beflügelt haben. Je bewusster wir leben und auf unsere Gefühle achten, desto stärker wird diese Achterbahnfahrt.

Ich stelle mir das immer wie ein Pendel vor. Je stärker es nach links schwingt, desto stärker schwingt es anschließend auch nach rechts. Desto intensiver unser Schmerz ist, desto intensiver können wir im Anschluss das Glück und die Freude erfahren.

Unsere dunkelsten Momente reißen große Wunden in unsere Seele. Doch diese Wunden sind nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil. Es sind Türen und Wege, die unsere Schichten durchdringen und es ermöglichen, dass Licht in unsere Seele scheinen kann. Sie machen es erst möglich, dass wir vom Leben wahrhaft berührt werden können.

Und all diese Wunden haben einen tieferen Sinn. Denn unsere größten Krisen haben uns am meisten wachsen lassen. Wir haben uns selbst wieder aufgebaut und wahrhaftige Erfahrungen gesammelt. Mit diesem Wissen, können wir im Nachhinein anderen Menschen helfen, die das gleiche Erleben.

Nicht ohne Grund ist es so, dass unsere größten Schwächen und Herausforderungen, ganz oft zu unseren größten Stärken werden. Jemand der nur über Suchtverhalten gelesen hat und es mit dem Verstand erfassen kann, wird Süchtige niemals so gut beraten und verstehen können, wie jemand der es selbst erfahren hat. Und das ist in allen Lebensbereichen so. Aus diesem Grund, erkennen wir auch sehr schnell – zumindest wenn wir bewusst genug sind – ob ein Redner oder Coach authentisch ist und ob er das worüber er redet auch wirklich erfahren hat.

Nun ist der Text wieder deutlich länger geworden als ich dachte und so schreibe ich jetzt zum zweiten mal diesen Satz: Zum Abschluss möchte ich noch eines festhalten…

wandel & veränderung

Das Leben ist Veränderung, zu jeder Zeit. Keine Situation, egal wie gut oder schlecht sie erscheinen mag, bleibt für immer. Jeder Schmerz und auch jedes Glück, gehen vorbei. Wenn wir Veränderung als etwas Schlechtes ansehen und uns dagegen sträuben, dann wird das Leben ein ständiger Kampf. Denn dann verleugnen wir die Realität. Doch unser Herz schreit nach der Wahrheit.

Wenn wir Veränderung allerdings Willkommen heißen, dann öffnet sich für uns eine Welt voller Wunder und neuer Erfahrungen. Dann ist der Schmerz erträglicher, da wir wissen, dass er wieder geht. Dann können wir die Momente der Freude in vollen Zügen genießen, da wir wissen, dass wir sie sowieso nicht krampfhaft festhalten können. Wir können unsere Vergangenheit und unsere Zukunft loslassen und im einzigen Moment leben, der existiert. Dem gegenwärtigen Moment.

Danke für deine Aufmerksamkeit und dein Interesse an meinem Blog. Danke, dass du auch beim heutigen Beitrag wieder bis zum Schluss dabei warst <3

PS: Der heutige Beitrag entspringt wieder zu 100% meinem Herzen und transportiert die Wärme und Liebe, die ich gestern noch vermisst habe. Und meine Schmerzen sind jetzt so gut wie vollständig verschwunden!

Inspiration des Tages

Unsere dunkelsten Momente reißen große Wunden in unsere Seele. Doch diese Wunden sind nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil. Es sind Türen und Wege, die unsere Schichten durchdringen und es ermöglichen, dass Licht in unsere Seele scheinen kann. Sie machen es erst möglich, dass wir vom Leben wahrhaft berührt werden können.

Maximilian Petry

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