Tag 7 - Zufriedenheit, Entspannung & Gelassenheit

TAG 7 von 365 – Zufriedenheit, Entspannung & Gelassenheit

22.06.2018 – Zufriedenheit, Entspannung & gelassenheit

Welche Gefühle konnte ich heute in mir wahrnehmen?

  • Absolute Gelassenheit
  • Innere Ruhe
  • Ausgeglichenheit
  • Entspannung
  • Tatendrang
  • Motivation

Gründe für meine Zufriedenheit & Gelassenheit

Die erste von 52 Wochen ist vorbei und zum ersten Mal, kann ich absolut keine niedrig schwingenden Emotionen in mir wahrnehmen. Ein Gefühl der Zufriedenheit und Gelassenheit erfüllt mich und zugleich bin ich heute voller Motivation und Tatendrang. Zu diesem Gemütszustand haben mehrere Faktoren beigetragen:

Seit drei Wochen bin ich beim UNKARMA Online Kurs dabei und konnte mich schon von so viele destruktiven karmischen Strukturen lösen. So viele Grenzen, Geschichten und Glaubenssätze sprengen, die mich bisher daran gehindert haben mein volles Potenzial zu leben. Und so viele Talente und Fähigkeiten, die ich in mir entdecken durfte. Fähigkeiten, von denen ich niemals gedacht hätte, dass sie in mir sind. Endlich konnte ich erkennen, dass ich so viel mehr bin, als alles was ich über mich denke.

verletzlichkeit & Motivation

Und es durfte in diesem Rahmen auch so viel Verletzlichkeit reaktiviert werden, die es mir ermöglicht vom Leben wieder wahrhaft berührt zu werden und meine Schutzmauern fallen zu lassen. Verletzlichkeit, die mich erkennen lässt, dass das Zulassen und Teilen meiner Gefühle – was ich früher für Schwäche gehalten habe – meine größte Stärke ist. Die größte Stärke ist, von jedem Menschen auf dieser Erde.

Mein Vertrauen in das Leben ist gestärkt wie nie zuvor und ich erledige alle anfallenden Aufgaben, auch die scheinbar unangenehmen, die ich sonst immer vor mir hergeschoben habe. Diese Prokrastination hat mich sehr lange belastet und unzufrieden gemacht. All die Aufgaben, denen ich nicht ins Auge blicken wollte und für die mir die Motivation gefehlt hat, habe ich einfach jeden Tag weitergeschoben. Und wurde unzählige Male von meinem Handy daran erinnert. Aufgaben, die unerledigt bleiben, werden zu einer Last. Und mit jeder neuen Aufgabe, welche ich nicht erledigt habe, wurde die Last größer.

Doch die letzten Wochen konnte ich hier einen großen Wandel an den Tag legen. Auch an den Tagen, an denen ich keine Lust hatte, habe ich meine Routinen verfolgt und dadurch meine Hingabe und Disziplin gestärkt. In Momenten in denen ich früher einfach aufgegeben und hingeschmissen hätte, bleibe ich nun dran.

Gefühle zulassen & annehmen

Durch das Fühlen, Annehmen und Niederschreiben meiner Gefühle, hat sich sehr viel alter Schmerz lösen können. Das Zulassen und Akzeptieren aller Gefühle ist auch ein Tor in die Freiheit. Denn wenn man bereit ist jede Emotion voll und ganz anzunehmen, dann gibt es keine Situation mehr aus der man sich flüchten muss. Keine Situation, die mit Süchten unterdrückt werden muss.

Das öffentliche teilen meiner Emotionen und Gedanken, lässt die Angst vor Ablehnung mit jedem Tag geringer werden und mein Ego wird immer ruhiger. Und es lässt mich erkennen, dass ich so sein kann wie ich wirklich bin, ohne dafür verurteilt zu werden.

Bei mir verändert sich gerade so viel wie nie zuvor in meinem Leben und ich bin so dankbar und voller Freude über diese Veränderung. Lange Zeit war Veränderung für mich etwas Schlechtes und ich wollte sie um jeden Preis vermeiden.

mein letzter tag im Angestelltenverhältnis

Kommende Woche habe ich nur noch einen einzigen Arbeitstag am Mittwoch und dann bin ich offiziell selbstständig und lasse das Angestelltenverhältnis hinter mir. Das beginne ich erst so langsam zu realisieren und bis ich es voll und ganz begriffen habe, wird sicher noch einige Zeit vergehen. Doch schon jetzt könnte ich Freudentränen weinen, wenn ich daran denke. Nicht weil mein Job so schlimm war, das war er nämlich nicht. Ich bin absolut dankbar, für alles was ich in dieser Zeit lernen durfte. Beruflich und auch zwischenmenschlich, hat mich diese Zeit extrem gefordert und entwickeln lassen.

Als erster Mitarbeiter einer kleinen Firma im CAD-Bereich, habe ich Ende 2014 meine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement begonnen. Nachdem ich mich sehr spät beworben hatte, war ich damals voller Freude darüber, im November noch eine Stelle gefunden zu haben. Mit meinem Chef habe ich mich sehr gut verstanden und dadurch, dass alles neu war und ich mich noch nicht auskannte, war es jeden Tag spannend. In so einer kleinen Firma ist es zwangsläufig so, dass sich jeder um fast alles kümmern muss. Über diese Vielfalt an Aufgaben und Herausforderungen bin ich mittlerweile so dankbar.

Klar war es nicht immer einfach und mir wurde schon als Azubi sehr viel Verantwortung übertragen. So habe ich schon nach dem ersten Ausbildungsjahr einen Vortrag bei einer Kundenveranstaltung gehalten, das hat mich definitiv über mich hinauswachsen lassen. Vorträge und Referate waren für mich während der Schulzeit der Horror, viel zu groß war die Angst vor Ablehnung.

GEfühl der minderwertigkeit & wertlosigkeit durch mobbing

Es gab während der Realschule, der Fachoberschule und auch im Freundeskreis immer wieder Situationen, in denen ich aufgezogen wurde. Das war sicherlich kein gezieltes Mobbing und spaßig gemeint, doch das ist es eben nur für die anderen. Den meisten Menschen ist leider nicht bewusst, welche Wirkung solche kleinen Sprüche und vermeintliche Witze ausüben. Wenn du jeden Tag die gleichen Aussagen zu hören bekommst, dann verinnerlichst du das irgendwann. Dann fühlst du dich minderwertig und hast das Gefühl nie wirklich zu einer Gruppe dazu zu gehören. Vor allem wenn man der einzige innerhalb einer Gruppe ist, der jeden Tag verarscht wird.

Gemobbt wurde ich immer wegen meiner Körpergröße. Auch heute bin ich mit 1,68m nicht annähernd so groß wie die meisten Männer. Und damals war ich eben auch immer der kleinste. Und das habe ich einfach in jeder Situation und in jedem Lebensbereich zu spüren bekommen. Nicht nur die Sprüche waren es, die mich verletzt haben. In der Jugendphase ist es ja gerade das absolute schlimmste für jünger gehalten zu werden als man ist. Man will sich so fühlen wie die anderen, die inn der selben Altersgruppe sind.

Doch immer wenn ich irgendwo war oder etwas eingekauft habe wofür man einen Ausweis braucht, musste ich Ihn vorzeigen und es kamen ungläubige Blicke. Und wenn ich privat gefragt wurde wie alt ich bin, wurde mir erst mal gesagt, dass ich lüge und meinen Ausweis vorzeigen soll. Ich war auch ein super Vorzeigeobjekt. Wie oft kam es vor, dass Freunde zu Personen – die mich nicht kannten – hingegangen sind und gesagt haben „Rate mal wie alt er ist?“. Das was für Außenstehende vielleicht wie ein Spaß gewirkt hat, war für mich absolut nicht lustig. Für mich war es so, dass ich so behandelt wurde, als wäre ich in der Situation gar nicht anwesend. Als wäre ich kein Mensch mit Gefühlen und einer verletzlichen Seite. Es war so, als müsste ich das halt einfach alles ertragen und als Spaß hinnehmen. Und wenn ich dann mal gesagt habe wie es mir dabei geht, kam immer die gleiche Antwort: „Ach komm, nimm das doch nicht so ernst. Du weißt doch, dass wir nur Spaß machen.“ Spaß war es bestimmt, nur nicht für mich.

Mein Selbstbewusstsein ist dadurch gegen Null gesunken und ich habe mich bei Vorträgen und Referaten deshalb immer extrem unwohl gefühlt. Wenn du eh schon die ganze Zeit wegen deines Seins gemobbt wirst, dann versuchst du alle Situationen zu vermeiden, die zu weiterem Mobbing führen könnten.

Neues selbstbewusstsein

Das hat mich begleitet, bis ich Anfang zwanzig war und der Kontakt zum Großteil der Leute, welche damals in meinem Leben waren, abgebrochen ist. Mein Freundeskreis war ab da nur noch sehr klein und dafür aber umso echter. Wirkliche Freunde, die immer hinter mir gestanden und mich unterstützt haben, auch in den schwierigen Phasen. Die mich verstehen und mit denen ich über meine Gefühle reden kann. Bei denen ich einfach ich selbst sein kann. Freunde für die ich unglaublich dankbar bin.

Es war also ein großer Schritt für mich einen Vortrag vor so vielen Kunden zu halten. Neben dem gestärkten Selbstbewusstsein, konnte ich in der Arbeit noch viele weitere zwischenmenschliche Dinge lernen, die mich weiter gebracht haben. Ich habe auch eine unglaubliche Vielfalt an Aufgaben übernommen. Vertrieb, Marketing, Organisatorisches und auch Aufgaben, mit denen ich mich nicht auskannte und mich selbst hineinfuchsen musste. All diese Fähigkeiten kann ich auf meine Selbständigkeit übertragen. Auch das selbstständige Arbeiten und um die Ecke denken, sind zwei sehr wichtige Aspekte, die ich mitnehmen konnte.

Mir wurde von meinem Chef immer sehr viel zugetraut, deshalb hat er mir so viel Verantwortung übertragen. Damals habe ich die große Verantwortung als eine Last gesehen. Doch diese Verantwortung hat mir in Wahrheit signalisiert, wie viel Vertrauen mein Chef in mich hat und dass ich zu viel mehr in der Lage bin, als ich mir selbst zugetraut habe.

gefangen in meinem büro

Warum also kommen mir Freudentränen bei dem Gedanken, dass ich nur noch einen Arbeitstag vor mir habe? Der Grund dafür liegt darin, dass ich schon relativ früh im ersten Ausbildungsjahr gemerkt habe, dass mich der Beruf nicht erfüllt. Die Ausbildung hatte ich auch nur begonnen, da ich absolut keine Ahnung hatte, was ich sonst machen sollte. Und so habe ich mich in meinem Büro gefangen gefühlt. Es war wie ein Gefängnis für mich und ich wollte dort raus. Ich wollte um die Welt reisen und Dinge tun, die mich wirklich erfüllen.

So hatte ich also schon vor 3 Jahren die Gewissheit, dass mich dieser Beruf nicht glücklich macht und ich irgendetwas anderes machen will. Damals sind schon die ersten Pläne gereift und am liebsten hätte ich sofort hingeschmissen. Doch ich war noch in der Ausbildung und meine Ängste waren viel zu groß. Auch privat war das die schwierigste Zeit in meinem Leben und so dauerte es von der ersten Idee bis zur Kündigung, noch drei Jahre. Drei Jahre, die mir teilweise unendlich vorkamen. An manchen Tagen habe ich den ganzen Tag nur auf die Uhr geschaut, wann ich endlich aus der Arbeit gehen kann. Mein Traum war damals für mich unerreichbar und ich war so sehr von Zweifeln und Zukunftssorgen geplant.

Das tor in die freiheit & eine neue zukunft

Dass ich nun also im Februar dieses Jahres den Schritt gehen konnte und meinem Chef mitgeteilt habe, dass nur noch wenige Monate in der Firma bin, hat eine unglaubliche Bedeutung für mich. Allein das Vertrauen zu haben, dass sich alles Fügen wird und ich nach meiner Kündigung genug Geld zum Leben verdienen werde, war ein riesiger Fortschritt für mich. All diese Herausforderungen, die ich in den letzten Jahren überwinden konnte, haben mir so viel Freiheit beschert. Die Freiheit, dass ich jede Situation angehen und meistern kann und mich nicht mehr von meinen Ängsten daran hindern lasse, meinen Herzensweg zu gehen. Und Freiheit war schon immer eines meiner wichtigsten Ideale.

Und genau darum, auf Grund all dieser Faktoren, erfüllt mich dieser Gedanke an meinen letzten Arbeitstag mit Dankbarkeit und Freudentränen. Es ist mehr als nur ein letzter Arbeitstag. Der Tag ist ein Symbol, das meine gesamte Entwicklung der letzten Jahre wiederspiegelt. Dieser Tag ist das Tor in eine neue Zukunft und der Beginn einer neuen Geschichte.

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